Abenteuernächte in Italien gehen auch…

Nach ein paar Tagen melden wir uns mal wieder zu Wort.

Nach dem malerischen (Johanna ich erwarte Kommentare) Ausflug in die Berge sind wir am Donnerstag 13.09. wieder aufgebrochen – Ziel Lago Maggiore.

Über die alte Gotthard-Passstrasse – wo wir zwischenzeitlich ein paar Pferdchen im Stall vermisst haben, es aber dennoch mit mindestens 20km/h bergauf (pendelnd zwischen 2. und 3. Gang) geschafft haben, ging es recht zügig an den See. Hier haben wir uns in Verbania den ersten Campingplatz am See angeschaut. Wir waren uns einig – grausam! Gefühlte 4 Quadratmeter feinster Staub, standen jedem Camper auf dem eigenen Stellplatz zur Verfügung. Dafür wurde man mit einem grobkiesigem Strandzugang ins algige Wasser belohnt…

Es ging also weiter zu Holgers Geheimtipp “Camping Romantica”. Leider war das geschlossen. Da die Zufahrt zu dem Camp aber so klein war, konnten wir nicht wenden und mussten uns zwangsläufig wieder, der Straße folgend, vom See entfernen. Endlich kam eine Abbiegung (beschildert mit Achtung maximale Breite 2m). Wir also rein mit der 2,3m Gurke und siehe da wir kamen an eine super kleine Kirche mit Zugang zu einem Schwimmplatz am Bach. Nachdem uns die Einheimischen sagten, dass wir hier problemlos Campen könnten, war für uns klar – Hier bleiben wir. Nach dem erfrischenden Bad stellten wir aber fest, dass der Stellplatz so derart schief war, dass wir mit allem was wir hatten, nicht annähernd gerade wurden. Also doch noch kein Camp gefunden. Wir checkten nochmal alle Apps und haben den Lago di Mergozzo mit dem vielversprechenden Camp “la Quiete” gefunden. Nach weiteren 45 Minuten Fahrt waren wir am Ziel. Diesmal wirklich cooler Campingplatz. Mittlerweile war 19:00 und wir hatten echt Hunger. Also Auto abstellen und kochen – wir haben Hunger!

Und ab jetzt beginnt unsere Abenteuer Abend 🙂 nach dem langen Tag war unser Menüvorschlag: Thüringer in die Pfanne – Spiegelei drüber, dazu Salzkartoffeln und eine schöne Bratensoße. Wasser aufgesetzt, Kartoffeln geschnibbelt, rein ins Wasser! Pfanne auf den Herd. Gas an für die zweite Platte. Der ganze Herd ging aus?? Mittlerweile im strömenden Regen, raus an die Gasflasche alles checken und wieder rein – Herd an…okay geht wieder. Kartoffeln köcheln, Pfanne an, Sche***e alles wieder aus. Das Spiel haben wir drei mal gemacht und wir konnten immer wieder nur eine Gasflamme betreiben. Laune sinkt…es regnet immer noch sehr heftig…da mein ich aus Spaß: ich schau mal ob hinten alles trocken bleibt. Sche***e!!! Wassereinbruch. Ein kleiner Wasserfall hat bereits die ersten 10cm der Matratze geflutet und alles triefend nass…Schatz Handtücher, schau mal nach dem Essen (die eine Flamme, die die Kartoffeln kocht), mehr Handtücher…weitere Fenster kontrolliert- nur drei waren dicht, alle anderen tropfen, immerhin, nur leicht. Alle Handtücher ausgelegt, es regnet wie blöd, wir haben HUNGER, eine Flamme kocht Kartoffeln. Also Thüringer und Spiegelei gestrichen. Es gibt Kartoffeln mit Soße, was in so einer Art Kartoffelbratensoßensuppe endete. Köstlich.

Wir kämpften noch etwas weiter gegen die Fluten und sind dann völlig genervt ins Bett gegangen….Immerhin – Bene war gut drauf und ihn störte auch nix an all den Dingen.

Am nächsten Tag ging es dann zuerst auf Fehlersuche beim Gassystem. Ein defekter Sicherheitsverschluss kappte völlig unmotiviert immer wieder die Gasleitung. Ich hab mich dann mit dem Rad auf eine Baumarkt-Tour gemacht. Mit Kleber, Silikon und zahlreichen Z-Profilen wollte ich die Undichtigkeiten bekämpfen. Dies ist auch in mühsamer Fummelarbeit gelungen und mittlerweile auch durch den nächsten Regentag bestätigt. Alles dicht. Auch das Ersatzteil für die Gasanlage konnten wir organisieren. Also alle Probleme gelöst und wir sind an einem schönen See im Urlaub. Also alles halb so wild. Das erste Abenteuer in Italien halt…

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2 Antworten zu Abenteuernächte in Italien gehen auch…

  1. Angelika - die Großtante sagt:

    Hallo Ihr Drei,ich bin in Nordholland, und habe endlich mal Zeit euere Seite zu schauen und zu lesen. Mann ihr seid ja schon lange unterwegs, und wann geht es wieder zurück, damt ich ungefähr eine Idee habe, wie oft ich noch schreiben kann.

    Wir hatten leider viel in der Familie von Achim “zu tun.Achims Tante hatte einen Nierentumor und Metastasen im Kopf und überall. Wir die ganze Familie, der Sohn wohnt mit Famile und drei Kindern im gleichen Haus, haben sie zu Hause bei ihrem Mann gepflegt und Achim und ich haben dort viel Zeit verbracht. So war es für sie wunderbar zu gehen. Am letzten Mittwoch schlief sie dann sanft abends ein. Ich konnte sie nochmals sehen , habe ihr einen Riesen-Wunderbaren Strauss aus unserem Garten gebracht . Ihr Wunsch ist es im Ijselmeer beigesetzt zu werden. Sie haben immer gerne hier in Holland gesegelt. So schliesst sich der Kreis. Ich mach jetzt hier im Norden Urlaub, Achim kommt immer am Wochenende mit dem Zug, er muss ja Kinder schlau machen. Geniesst das Leben Ihr Lieben, herzlich Angelika us Kölle

  2. Pfeiles sagt:

    Ja, ja, wenn einer eine Reise tut, …
    Ohne basteln ist´s kein Camping!
    Viel Spaß euch noch 🙂

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