Albanien – ruckelig

Nächste Station ist Berät, die Stadt der 1.000 Fenster. Die Altstadt ist wirklich beindruckend, mit ihren alten Häusern, die steil an den Hang gebaut sind. 

Wir nutzen die Gelegenheit für einige Besorgungen, unter anderem benötigen wir dringend Grillkohle. Schon bei früheren Stopps hat sich dies als schwierig erwiesen. Diesmal sind wir gut vorbereitet, mit einem Zettel auf dem “QYMYR” steht (tschümür). Nach mehrmaligem Fragen, mit Händen und Füßen, und abfahren der Stadt in alle Richtungen werden wir endlich fündig. 

Nach diesem Erfolgserlebnis brechen wir Richtung Permet auf, wählen aber nicht die Hauptstraße sondern eine kleine Nebenstrecke, die durch die albanische Bergwelt führt. Wir übernachten an einem Canyon an einem Gebirgsfluss. Am nächsten Tag starten wir in den knackigeren Teil unserer Route. Die Straße wird zu einem schmalen Schotterweg und windet sich an steilen Abhängen durchs Gebirge. Teilweise wirkt die unbefestigte Straße nicht sehr vertrauenserweckend, da die Hänge oft nur aus losem Geröll bestehen und die Straßenkante teils bröckelt. 

Einmal kommt uns ein alter Mann und ein Mädchen mit einem Maultier entgegen. Über die Frage, ob wir ein Foto machen dürfen freuen sie sich und so wird daraus ein Fotoshooting mit türkischem Kaffee und Raki. Sie wundern sich noch, dass wir die wörtlich “ruckelige” Straße genommen haben. Es war ein sehr herzliches zusammen kommen und die Gastfreundschaft war wie so oft rührend. 

Nach anstrengenden 70 km, für die wir 9 Stunden gebraucht haben, kommen wir müde an unserem Ziel an. Warme Schwefelquellen, die zum Baden einladen. Wirklich schön. Als Fazit können wir sagen, dass Anfang und Ende unserer Bergstraße sehr schön und sehenswert waren, aber es lohnt sich nicht unbedingt. Müssten wir nochmal entscheiden, würde die Wahl auf die Hauptstraße fallen. 

An den Quellen bleiben wir zwei Nächte und unternehmen  eine Mountainbiketour. Wir fahren zwar “nur” 20 km aber die haben es in sich was Höhenmeter angeht. Wir entdecken tolle Trails und genießen die Tour. Schließlich fängt es zu regnen an und der bleibt uns erhalten bis zum nächsten Morgen. Die bis dahin schmalen Rinnsäle im Flussbett schwellen schnell an und wir brechen in strömendem Regen wieder auf. Nächstes Ziel sind der Ohrid und Prespasee. 

Soweit die Route:  

  

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