Vietnam 2016

Die damalige BLOG-Historie….

Nach einem perfekten Flug mit Qatar Airlines sind wir sogar früher als angekündigt gelandet. Qatar können wir als Airline wärmstens weiterempfehlen. Viel Platz, tolles Entertainment und freundliches Personal. Tipptopp

🙂

Nachdem wir gestern in Ho Chi Minh einen schönen Abend im Vietnam Inn Saigon verbracht haben (9. Stock, Dachterrasse, siehe Bild) geht es heute weiter zur Trauminsel Con Dao. Wir sind gespannt was uns erwartet.

Und wieder zurück nach Vietnam:-) Wir sind insgesamt 3,5 Tage auf der schönen Insel, die ehemals eine Gefängnisinsel war. Wir haben einen Roller gemietet und sind damit über die Insel gedüst um alles zu erkunden. Dabei hat uns fast ein wütender Hund erwischt. Unser Roller war aber glücklicherweise schneller.

Heute waren wir noch Tauchen bzw. die Miri Schnorcheln. Wir haben Tintenfische, Steinfische, Stachelfische, Kugelfische und Rochen gesehen. War wirklich ein toller Ausflug mit Larry’s Tauchcenter.

Heute Abend waren wir super essen bei einem Restaurant an einem Seerosenteich. Sehr lecker und sehr idyllisch.

Morgen wollen wir uns hier noch ein Kloster ansehen und Nachmittags fliegen wir wieder zurück nach Ho Chi Minh.


 

Vietnam meldet sich zurück: wieder in Ho-Chi-Minh haben Miri und ich die Backpackermeile erkundet. Ich hatte schnell den Eindruck, dass Backpacken hier vom Individualtourismus zum Massentourismus geworden ist. Hier ist man wirklich einer von vielen. Nichtsdestotrotz ist es in Pham Ngu Lao sehr unterhaltsam. Es gibt wirklich viele tolle Bars und Restaurants und man trifft natürlich unzählige Gleichgesinnte. Dort haben wir bei einem der zahlreichen Tour Anbietern einen Tagestrip ins Mekongdelta gebucht. Wir sind mit wenigen Erwartungen gestartet, wurden aber positiv überrascht. Die Tour war top organisiert und unser Guide war klasse. Einziger Wermutstropfen: das Mittagessen war das schlechteste Essen bis dato in Vietnam.

Wir sind am selben Abend noch mit dem Nachtbus nach Da Lat gefahren. Die Schlafsitze waren ok zum schlafen und wir haben uns sicher gefühlt. Nach 5-6 Stunden waren wir dort und haben bereits um 6am unseren ersten Kaffee genossen. Tagsüber sind wir dann zur Seilbahn gefahren und haben uns dort umgesehen. Anschließend gab es einen langen Stadtspaziergang zum Bao-Dai-Sommerpalast (nicht empfehlenswert) und zum Verrückten Haus (sehr empfehlenswert). Der Spaziergang war zwar recht lang aber super schön. Wir sind durch eine extrem schöne und offensichtlich reiche Gegend der Stadt gewandert und waren nur auf kleinen Wegen unterwegs. Oft haben wir verwunderte Blicke kassiert wie wir uns hierher verirren konnten. Dank der äußerst hilfreichen App „Map Out“ waren wir aber weit davon entfernt uns zu verirren. Das Kartenmaterial kann man sich online downloaden und dann offline nutzen. So konnten wir völlig eigenständig navigieren. Leider haben wir die Route nicht aufgezeichnet, sonst hätten wir sie hier zur Verfügung gestellt.

Wir haben uns entschlossen einen Roller zu mieten um die Dantala Wasserfälle anzusehen. Die Hinfahrt war etwas abenteuerlich bis wir uns an den Verkehr gewöhnt hatten. Regeln gibt es keine. Das Wichtigste ist , dass man jederzeit alles im Auge behält. Die Wasserfälle sind gut besucht und für Touristen schön ausgebaut. Sie sind auf jeden Fall einen Besuch wert.

Weiter ging es zum alten Bahnhof. Hier war das Highlight eher eine alte Dampflok als das Gebäude an sich.

Unser nächster Halt, der Botanische Garten, hat uns nicht umgehauen.

Abends haben wir uns mit 2 Dalat Easy Ridern getroffen und eine Tour gebucht. Morgen geht es los, wir sind schon gespannt.

Pünktlich um 8:30 Uhr starten wir mit 2 Motorrädern und unseren Guides David und Thai. Wir drehen eine Runde um Da Lat und dann Richtung Landesinnere. Ziel der Tagesetappe ist Lien Son. Das sind circa 200 km. Auf der Strecke gab es jede Menge Programm: eine riesige Buddha Statue, einige tolle Aussichtspunkte, ein Kriegerdenkmal, eine Seidenfabrik, eine Seidenraupenzucht, eine Kaffeeplantage mit besonderem Kaffee der von Weaseln gegessen und dessen Kot dann zu Kaffee verarbeitet wird, Menschen die auf Flößer auf dem Fluss leben und vieles mehr. Es war ein toller Tag mit unglaublich vielen Eindrücken.

Wir starten wieder um 8:30 Uhr und fahren einige Kilometer bis unser erster Stop die erste große Überraschung bot: wir konnten  auf einem Elefanten (er hieß Mathau) reiten. Obwohl die Bedingungen für die Tiere bestimmt besser sein könnten, war es ein schönes Erlebnis. Wir lernten an diesem Tag noch einiges über Reisanbau, Pfeffer, Ziegelproduktion, Kautschuk, Sandabbau und vieles mehr.

Ein toller Besuch waren die Dray Nur Wasserfälle und der zugehörige Staudamm.

Ziel der Etappe ist heute Buon Ma Thuot, Hotel Eden.

Unsere heutige Etappe war wieder sehr abwechslungsreich. Wir waren in einem Museum für Kaffee und Handwerk in Buon Ma Thuot und konnten dort Kaffeemaschinen und Utensilien der letzten 300 Jahre besichtigen sowie traditionelle Werkzeuge etc. Weiter ging es mit einer Pilzzucht und dem Sammeln von Maracujas, der Herstellung von Reisnudeln, einer alten Kautschukplantage, einem Kriegerdenkmal, einem Markt, Anbau von essbaren Wurzeln (ähnlich wie Süßkartoffeln) und einer entspannten Nachmittagspause in der Hängematte mit Kokosnuss. So langsam wird unser Hinterteil empfindlich 🙂

Wir schlafen heute ganz romantisch in einer Honeymoon Suite im Hoang Van in Doc Ham Rong.

Heute ging es ganz gemütlich um 9 Uhr los. Frühstück gab es in der Stadt: traditionelle Suppe mit Rindfleisch aus der Provinz Gia Lai. Es war sehr lecker und hat bis zum Abendessen satt gemacht. Der anschließende Spaziergang über den Markt war wie immer voller interessanter Details, unter anderem ein Roller voll gepackt mit lebenden Goldfischen in kleinen Tütchen. Nach einem Kaffee haben wir uns wieder auf die Motorräder geschwungen und sind zu einem Dorf einer ethnischen Minderheit gefahren und haben dort das Gemeindehaus mit einem riesigen Spitzdach und den Friedhof angesehen. Danach durften wir uns ansehen aus was Räucherstäbchen gefertigt werden (Rinde eines Baumstamms wird geheckselt und zu Räucherstäbchen gepresst). Toll waren auch eine Teeplantage, eine wunderschöne Pagode, eine Holzkirche und ein weiteres Gemeindehaus. Wir übernachten heute in Kon Tum in einer tollen Anlage. Zum Abendessen gab es vietnamesische Pizza aus Reismehl, mit Sojasprossen, Scampi und Rindfleisch. Sehr lecker, aber wenig Ähnlichkeit mit Pizza 🙂


Der heutige Tag war mit 220 km etwas anstrengender was unser Hinterteil bestätigen kann. Mit einem vietnamesischen Frühstück, bestehend aus einer Pfanne mit gebratenem Rindfleisch, Spiegelei, Gemüse und Fleischbällchen, was alles in ein Baguette gelegt wird, sind wir gut gestärkt gestartet. Erster Stopp war eine Familie, die Tapiokapulver hergestellt hat. Dies wird unter  anderen in Reisnudeln gemischt. Weiter ging es zu einer schönen Pagoden mit Kaffeepause und zu einem Kriegerdenkmal am Ho Chi Minh Pfad. Diesem ehemaligen Kriegspfad folgen wir schon seit Beginn der Tour und lernen nebenbei viel über den Vietnamkrieg. Bei einem zweiten Kriegerdenkmal konnten wir zwei russische Panzer besichtigen. Ebenfalls aus Kriegszeiten gab es noch ein ehemaliges Fluggelände zu besuchen. Ein weiteres traditionelles Gemeindehaus mit tollem Bambusdach und eine etwas waghalsige Hängebrücke haben wir uns noch vor dem Mittagessen angesehen. Der weitere Weg führte uns durchs Gebirge nach Kham Duc. Wir bewegen uns die ganze Zeit parallel zur Grenze von Kambodscha und Laos.

An unserem letzten Tag legen wir bis Hoi An eine Strecke von 120 km zurück. Wie immer gab es viel zu bestaunen: Ananasfelder, Kriegerdenkmale und ausgestellte Kriegsfahrzeuge, eine Pagode des Caodismus (Anhänger glauben an eine Vereinigung aller Glaubensrichtungen, auch Cocktail Religion genannt) und vieles mehr. Die beiden haben uns in Hoi An bei einem Hotel abgesetzt, das Sie uns empfohlen haben und sind dann wieder zurück nach Da Lat aufgebrochen.

Unser Fazit der kompletten Tour: wir hatten mit David und Thai von den Dalat Easy Ridern 6 tolle Tage, an denen wir unglaublich viel gesehen und gelernt haben. Ohne die Tour wäre das niemals möglich gewesen. Die beiden haben super englisch gesprochen. Außerdem haben wir uns beim Fahren immer sicher gefühlt. Die Motorräder waren in einem guten Zustand und die Fahrweise immer vorausschauend. Immer ein Erlebnis waren die gemeinsamen Mahlzeiten. Die beiden haben für uns alle bestellt und uns dann auch gezeigt wie man was richtig isst, was in Vietnam nicht immer ganz selbsterklärend ist. Das Essen war immer super lecker und typisch vietnamesische Küche, nicht auf Touristen angepasst. Hier könnt ihr mehr über die Easy Rider lesen: http://www.dalat-easyrider.com

Wir waren nun 4 Tage in Hoi An und haben im Hotel Hoi Pho übernachtet. Das Hotel ist sehr nahe am Zentrum gelegen und damit ideal für Sightseeing-Touren und Shopping. Beides haben wir ausgiebig getestet die letzten Tage. Die Altstadt von Hoi An ist wirklich einen Besuch wert. Obwohl die zahlreichen Shops manchmal kaum die schönen alten Häuser erkennen lassen, kann man erahnen wie die Hafenstadt früher aussehen musste. Auch Shopping ist hier ein Erlebnis. Es gibt einen Schneider nach dem anderen, die ihre Dienste eher mehr als weniger aufdringlich anbieten. Wir können folgende günstige Alternativen zu den bekannten teuren (z.B. Kimmy’s) empfehlen: Lan Ha und Mai Xuan. Bei beiden haben wir günstig tolle Kleider und Jump Suits bekommen.

Hoi An macht auch seinem Ruf als kulinarische Hochburg alle Ehre. Man kann hier sehr lecker essen gehen und die regionalen Spezialitäten wie White Rose und Cao Lau sind unser Tipp zum probieren. Im Mermaid waren wir begeistert von White Rose und Pork stuffed Squid und im Maifish ist das Cao Lau sehr lecker. Wir haben auch verschiedene Straßenstände probiert und fanden die Fleischspiesse toll, die man mit etwas Grünzeug in Reispapier wickelt und mit einem leckeren Dip genießt. Wir wechseln heute das Hotel und legen noch einige Strandtage ein bevor wir am Freitag via Inlandsflug nach Hanoi fliegen. Von dort geht es am Samstag schon wieder nach Hause.

Nach den anstrengenden 4 Tagen in Hoi An Stadt haben wir entschieden dem Mainstream Tourismus den Rücken zu kehren und haben uns gegen einen Besuch der Halong Bucht entschieden. Stattdessen haben wir noch 3 Tage im „Under the Coconut Tree“ beim Strand von An Bang verbracht. Für uns war das die goldrichtige Entscheidung. Das kleine Resort besteht aus mehreren kleinen und hübschen Bungalows sowie einem Schlafsaal. Alles ist sehr liebevoll gestaltet und zum Strand sind es nur wenige Schritte. Wir haben dort noch die Sonne genossen und sind dann mit dem Flieger von Da Nang nach Hanoi geflogen.

Über Hanoi können wir nicht viel berichten da wir nur Freitag Abend bis Samstag Mittag dort waren. Wir hatten ein Zimmer über booking.com reserviert und hatten das Glück upgegradet zu werden. So sind wir in einer tollen Suite gelandet, im 7. Stock des Hanoi Guesthouse Royal mit 3 verglasten Wänden und tollem Blick über die Stadt. Nach dem Abendessen wollten wir noch einen Abschlusscocktail trinken und sind dann zufällig in einem kleinen Club gelandet. Nachdem wir uns anfänglich mit unseren Treckkingschuhen nebst lauter jungen Vietnamesinnen mit Highhighheels etwas fehl am Platz gefühlt haben wurde es ein richtig toller Abend. Es gab 2 junge DJs die westliche Musik a la David Guetta aufgelegt haben und dazu hat ein junger Vietnamese live auf der E-Geige gespielt (Songs von Lady Gaga bis Lindsay Stirling). War eine tolle Location, von der wir leider den Namen nicht wissen, aber es ist schräg gegenüber vom Hanoi Guesthouse Royal.

Unser Heimflug verlief reibungslos. Wir sind wieder gesund in München gelandet.

Fazit Vietnam: toller Urlaub, tolles Land, unbedingt eine Reise wert, man sollte aber den Mut haben die ausgetretenen Touripfade zu verlassen, wenn man nicht ausschließlich einen Mainstream Urlaub verbringen möchte. Reisen als Frau ist hier kein Problem, auch wenn blonde Haare und helle Haut Aufmerksamkeit bekommen.