Balkantour 2015

Als Erinnerung und Reisebericht sind hier unsere „alten“ Blogbeiträge:

Sind heute gut am Camping Fusina angekommen und haben uns hier mit Georg und Tini getroffen. Hatten einen wunderbaren Tag in Venedig – Morgen geht’s auf die Fähre!

Soeben haben wir unsere Karre auf der Fähre geparkt. Entgegen der Buchung stehen wir opendeck, d.h wir können jederzeit ins Auto und werden auch da schlafen. Die vermeintlich gebuchten Schlafsessel sind stinknormale Stühle….deshalb sind wir froh um die „Umbuchung“!

Nach einer ruhigen Fährfahrt sind wir gut in Griechenland angekommen.

Nachdem wir in Griechenland angekommen sind, haben wir noch am selben Tag die Grenze nach Albanien überquert und fahren seitdem langsam Richtung Norden. Hier eine kurze Zusammenfassung der ersten Woche. Wir haben uns die Ausgrabungen in Butrint angeschaut – vor allem das Theater hat uns beeindruckt und Babsi hat auf der Bühne alles gegeben.


Am gleichen Tag sind wir ans Meer gefahren und haben dort wild gecampt. Tagsdrauf gings zu dem „Blue Eye“, einer natürlichen Quelle, bei der das Wasser glasklar aus über 50m Tiefe kommt! Faszinierend-so klares Wasser haben wir noch nie gesehen !!! Wir waren die einzigen, die drin gebadet haben.

Im Anschluss sind wir nach Gjirokaster, die Stadt der tausend Stufen, gefahren. Sehr hübsche Stadt, die extrem an den Hang gebaut ist und von einer riesigen Festung „bewacht“ wird. Da es absolut keinen halbwegs geraden Standplatz gab, haben wir in einem kleinen Bed and Breakfast geschlafen.

Von Gjirokaster ging es über Delvine zurück an die Küste. Wir sind zu einer abgelegenen Bucht gefahren, die (zumindest nach unserem Ermessen) nur mit Allradantrieb zu erreichen ist. Dort haben wir 2 Nächte verbracht, schön gebadet, geschnorchelt, mit dem Boot gefahren, kleinere Reparaturen an der Kabine durchgeführt uvm. Außerdem sind 3 Meter von uns entfernt 2 Schlangen von einer Klippe gefallen, offensichtlich ins Liebesspiel vertieft.


Nach der erholsamen Zeit in der Bucht sind wir wieder ins Auto gestiegen und über den Llogara Pass Richtung Berat gefahren…..

Soweit die Route:

Nächste Station ist Berät, die Stadt der 1.000 Fenster. Die Altstadt ist wirklich beindruckend, mit ihren alten Häusern, die steil an den Hang gebaut sind.

Wir nutzen die Gelegenheit für einige Besorgungen, unter anderem benötigen wir dringend Grillkohle. Schon bei früheren Stopps hat sich dies als schwierig erwiesen. Diesmal sind wir gut vorbereitet, mit einem Zettel auf dem „QYMYR“ steht (tschümür). Nach mehrmaligem Fragen, mit Händen und Füßen, und abfahren der Stadt in alle Richtungen werden wir endlich fündig.

Nach diesem Erfolgserlebnis brechen wir Richtung Permet auf, wählen aber nicht die Hauptstraße sondern eine kleine Nebenstrecke, die durch die albanische Bergwelt führt. Wir übernachten an einem Canyon an einem Gebirgsfluss. Am nächsten Tag starten wir in den knackigeren Teil unserer Route. Die Straße wird zu einem schmalen Schotterweg und windet sich an steilen Abhängen durchs Gebirge. Teilweise wirkt die unbefestigte Straße nicht sehr vertrauenserweckend, da die Hänge oft nur aus losem Geröll bestehen und die Straßenkante teils bröckelt.

Einmal kommt uns ein alter Mann und ein Mädchen mit einem Maultier entgegen. Über die Frage, ob wir ein Foto machen dürfen freuen sie sich und so wird daraus ein Fotoshooting mit türkischem Kaffee und Raki. Sie wundern sich noch, dass wir die wörtlich „ruckelige“ Straße genommen haben. Es war ein sehr herzliches zusammen kommen und die Gastfreundschaft war wie so oft rührend.

Nach anstrengenden 70 km, für die wir 9 Stunden gebraucht haben, kommen wir müde an unserem Ziel an. Warme Schwefelquellen, die zum Baden einladen. Wirklich schön. Als Fazit können wir sagen, dass Anfang und Ende unserer Bergstraße sehr schön und sehenswert waren, aber es lohnt sich nicht unbedingt. Müssten wir nochmal entscheiden, würde die Wahl auf die Hauptstraße fallen.

An den Quellen bleiben wir zwei Nächte und unternehmen  eine Mountainbiketour. Wir fahren zwar „nur“ 20 km aber die haben es in sich was Höhenmeter angeht. Wir entdecken tolle Trails und genießen die Tour. Schließlich fängt es zu regnen an und der bleibt uns erhalten bis zum nächsten Morgen. Die bis dahin schmalen Rinnsäle im Flussbett schwellen schnell an und wir brechen in strömendem Regen wieder auf. Nächstes Ziel sind der Ohrid und Prespasee.

Soweit die Route:

Nachdem Mazedonien kalt und verregnet war sind wir wieder auf dem Weg Richtung albanische Küste und trinken in Tirana gerade en Käffchen….

 

Wir hatten uns ja bereits kurz aus Tirana gemeldet. Tirana war allerdings bereits ein Stopp nach Mazedonien. Ehrlich gesagt gibt es über den Teil Mazedoniens, den wir gesehen haben, nicht allzu viel zu berichten. Genächtigt hatten wir auf dem Parkplatz von einem Hotel („lake view hotel“), welches offiziell als Camp ausgewiesen war. Die Sicht auf den See war wirklich toll, hat uns aber wegen des schlechten Wetters trotzdem nicht den Atem geraubt und das Wasser sah wirklich nicht einladend aus. Für 5€ waren wir also Gast im Hotel/auf’m Parkplatz, als Dusche bekamen wir das Badezimmer eines Angestellten angeboten, was wir danken annahmen. Im Inneren war das Hotel echt dreckig und versifft….wir waren froh um die Dusche und mindestens genauso erfreut darüber in unseren eigenen 4 Rädern nächtigen zu können!


Tagsdrauf ging es dann noch zu einem Kloster mit wiedereinmal glasklaren Quellen an dem gegenüberliegenden Ohrid-See und anschließend wieder zurück nach Albanien !


Wieder zurück zur eigentlichen Route…nach dem Stopp in Tirana sind wir an den „Landzipfel“ bei Shetaj, ca. 30km nördlich von Durres gefahren. Über diesen Abschnitt hatten wir keine Infos in unserem Reiseführer gefunden (bei der Möglichkeit: der Reiseführer „Albanien“ von R. Ndarurinze war für unsere Zwecke meist nicht brauchbar und wir empfehlen in für Individualreisen keinesfalls!). Unser Riecher hat aber bestätigt – geile Gegend !!! Sanfte Hügel in direkter Meeresnähe, blauer Himmel und endlich kein Regen mehr. Wir haben uns an einen kleinen Sandstrand gestellt (und zwar wirklich direkt an den Strand) und konnten trotz der Abgeschiedenheit die Infrastruktur der umliegenden kleinen Bar bzw. Strandliegenvermieter nutzen. 3 Nächte standen wir hier und genossen Sonne, Strand und gewaltige Sonnenuntergänge! An der Stelle möchten wir etwas Werbung für ein kleines Ecocamp machen, das eben an diesem Strand eine tolle Standplatzmöglichkeit für alle 4x4er oder Moppedfahrer bietet. Werbung oder ähnliches haben wir dafür nirgends gesehen….


  

Außerdem haben wir die letzten Meter der Landzunge per Fahrrad erkundet – war toll!

Hier die Landzunge (der nächste Bericht aus Montenegro folgt gleich):

Nachdem wir Albanien die letzten Tage am Strand genossen haben, sind wir über Shkoder nach Montenegro gefahren. In Shkoder lohnt es sich auf jedenfall auf die Rozafes Burg zu gehen. Wir hatten einen tollen Blick über 3 Flüsse und den angrenzenden See (der Bodensee des Balkans)


Nach einem Besuch der längsten Steinbogenbrücke in Shkoder sind wir über die Grenze nach Montenegro gefahren. Dort war unser erstes Ziel ein kleiner Canyon am Fluss Cijevna. Dort kann man in glasklarem Wasser von Felsen in den tief ausgewaschenen Fluss springen. Die Stelle befindet sich auf dem Weg von Tuzi nach Podgorica nach der Brücke über die Cijevna links und dann 2,5 km geradeaus.


Nächste Etappe ist das bekannte Kloster Ostrog, das in einer Felswand erbaut wurde. Wirklich eine beeindruckende Lage.


Danach geht es durch den Nationalpark, in dem sich das Mausoleum Jankov Vrh befindet. Einen Besuch können wir wärmstens empfehlen. Der Ausblick ist sagenhaft. Gefühlt sieht man ganz Montenegro.


Wir übernachten nach einer Wanderung zum Mausoleum im Nationalpark.


Am nächsten Morgen fahren wir die Passstraße mit Blick über die Bucht Kotor, der größte Fjord des Mittelmeers.


Wir steuern ein Camp in Zjanice an, das Camp soll sehr schön sein und es soll eine Tauchschule geben. Wir werden in beiden Punkten enttäuscht. Der Tauchlehrer ist für 2 Wochen nicht da und das Camp ist ein dreckiger Hinterhof. Wir fahren die Straße zurück bis zum Camp Veslo, welches an der Straße ausgeschildert war. Wir landen in einer wunderschönen Bucht an einem familiengeführten Campingplatz. Wirklich traumhaft.


Nachdem wir zwei Tage das Wasser in dem zufällig gefunden Camp Veslo genossen hatten, sind wir zum landesinneren Teil der Bucht aufgebrochen. Tivat hat einen gigantischen Yachthafen allerdings war die Stadt selber wie ausgestorben – unser Gefühl war aber, dass hier gewaltig auf ein neues St. Tropez gemacht wird.


Nach all dem Luxus haben wir noch eine kleine Offroadrunde eingelegt und einen Bergkamm überfahren, der uns eine tolle Rundumsicht bescherte ! Der Weg war leider extrem zugewachsen und unser Ranger hat sich einige Kratzer einfangen….


  
Abends sind wir dann in einen kleinen Campingplatz an der inneren Bucht gefahren. Diesen haben wir als Station genutzt um tagesrauf die komplette innere Bucht (~45km) mit dem Fahrrad zu umrunden. Dabei haben wir unter anderem die Altstadt von Kotor, ein Unesco Weltkulturerbe, besichtigt.



Kleines Highlight war, dass wir uns die zwei Nächte abends auf dem Campingplatz top verköstigt haben – es gab selber gegrillten Fisch und Muscheln !

Heute haben wir Montenegro verlassen und sind Richtung Heimat aufgebrochen. Aktuell stehen wir in Kroatien (Senj) auf einem kleinen Campground und wollen hier morgen noch einen Tauchgang einlegen. Die letzte Etappe von ca. 850 km werden wir dann am Sonntag antreten – gute Nacht !

Soweit die Route:

Heute konnten wir am letzten Campingplatz noch einen Tauchgang machen. Ganz schön kalt das Mittelmeer….7mm Neopren inkl. Kapuze – da fühlt man sich wie das Michelinmännchen. Leider konnten wir auf Grund technischer Probleme (Gruß an die Firma GoPro) während dem Tauchen keine Bilder aufnehmen. War aber schön sich wiedereinmal unter Wasser zu bewegen!