Südfrankreich und die Schnaken…

Nach dem wir die ersten Problemchen beseitigt haben, sind wir zügig (mit vollen 95km/h) auf der Autobahn Richtung Süden gefahren. Wetter war am Lago und in den Bergen sowieso regnerisch und bewölkt – also ab ins Neuland. Alpen kennen wir ja schon 🙂 An der Küste angekommen, waren wir erstmal über die Leere überrascht – keine/oder nur wenige Touristen und wir haben uns erstmal Spaghetti mit Cozze schmecken lassen. Mhhh!

Alle die was auf sich halten, müssen nach Monaco – also, klar, da müssen wir hin. Ein Stopp war aber mit unserem 7m Schiff nicht möglich. Wir sind also zwischen den Lambos, Ferraris, Porsche und AMGs durch die City gecruised und hatten den Eindruck, dass unser 98er Sprinter mehr Aufsehen erregt als die ganzen anderen Billigkarren….also rauf auf die Formel1 Strecke, am Casino vorbei und durch den Tunnel „geballert“.

Ehrlich gesagt waren wir aber froh wieder aus Monaco draußen zu sein – so viel Aufmerksamkeit, kann schon nervig sein ?!

Zielstrebig sind wir dann weiter nach -klar- Saint Tropez. Hier hatte ich ja noch den Geheimtippstellplatz von meiner 125ccm Reise mit meiner Schwester. Leider ist dieser alles andere als ein Geheimtipp und scheint in den letzten 10 Jahren zu dem Stellplatz der Landyachter „verkommen“ zu sein.

Für einen Stellplatz ohne Strom, Wasser 18€ zu zahlen, fanden wir aber immer noch besser als 40€ pro Nacht auf dem Campingplatz. Mental war so jedes Frühstück direkt im chic Bistro am Strand inklusive und wir hatten in 50m einen wirklich sehr schönen Strand.

Nach einer etwas wenig erholsamen Nacht, die mehrfach durch Schnakenjagt unterbrochen wurde, sind wir am ersten Tag mit den Bikes in die Altstadt von St. Tropez, die wir wirklich sehr genossen und als abwechslungsreich empfunden haben, gefahren. Und es gab überall was zu glotzen. Menschen, Yachten, Outfits und eine Szene zu der wir -schon auf dem ersten Blick- nicht dazugehören…nicht schlimm!

Nachmittags dann an unserem Strand gechillt und uns abends mit einem tollen Picknick beglückt.

Bevor wir ins Bett sind, akribischst alle Schnakengitter runter, sämtliche Räucherstäbchen angezündet. Heute wollen wir gut schlafen…Pustekuchen, war nix. Zahlreiche Blutflecken zeugen davon, dass wir vereinzelte Schlachten gewonnen haben – den Krieg haben aber wieder die Schnaken gewonnen. Und wir hundemüde am nächsten Tag.

Tagsdrauf sind wir dennoch mit den bikes (ein hoch auf E-bikes !!!) los. Wir wollten an einen noch besseren Strand fahren. Aber leider haben wir uns verzockt. Der geplante Weg war kurz vor Ende blockiert „proprieté privée“ – sche**e. Also wieder umgedreht und zum nächst besten Strand, der leider viel uncooler war als der, den wir direkt vor der Haustüre hatten. So ist das manchmal mit den Bäumen und dem Wald. Man sieht ihn einfach nicht…

Die dritte Nacht wollten wir unbedingt den Krieg gewinnen. Also Stellplatzwechsel. Vom idyllischen mannshohen Schilffgras direkt in die Schotterlandschaft mitten auf den Parkplatz. Wir verloren auch diese Nacht…

Wir blieben 3 Nächte auf dem Platz und als uns dann -vor allem Bene- die Schnaken vollends leer gesaugt hatten, entschlossen wir uns weiter zu fahren.

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